Bullet Graphs: 5 Nachteile die Sie vermeiden können

Was sind Bullet Graphs und wo werden sie eingesetzt?

Kennzahlenübersichten in Dashboards werden durch Visualisierung leichter verständlich. Die Umsetzung ist jedoch schwierig, weil Standarddiagramme für diese Aufgabe ungeeignet sind. Bullet Graphs, eine Sonderform der Balkendiagramme, wurden von Stephen Few speziell für Dashboards entwickelt. Sie sind grundsätzlich sehr gut für diesen Zweck geeignet, besitzen aber in Ihrer bekannten Form (siehe Abb.1 und Abb.2) einige Nachteile, die wir in unseren Projekten durch eine abgewandelte, optimierte Form der Visualisierung gelöst haben.

Abb.1: Die Bestandteile eines Bullet Graphs, wie er regelmäßig in Dashboards eingesetzt wird

  • Bullet Graphs sind eine besondere Form von Balkendiagrammen.
  • Sie vergleichen eine dargestellte Kennzahl mit einem Zielwert.
  • Außerdem werden durch Hintergrundfarben zusätzliche qualitative Informationen zugeordnet.
  • Bullet Graphs werden häufig in Dashboards verwendet. Sie ersetzen platzsparend die Tachometer.
  • Bullet Graphs können horizontal oder vertikal ausgerichtet sein.

Abb.2: Dashboards mit Bullet Graphs, wie sie häufig empfohlen und eingesetzt werden

5 Nachteile dieser Bullet Graph Darstellung

  • Die Grafiken werden schnell unübersichtlich, weil viele Detailinformationen gezeigt werden, die nicht unbedingt nötig und teilweise gar nicht verfügbar sind, z. B. die qualitative Aussage „schlecht, mittel, gut“. Dieser Nachteil tritt vor allem auf, wenn viele Bullet Graphs auf einer Seite stehen (Liste von Kennzahlen).
  • Abweichungen vom Ziel sind nicht visualisiert und daher schwer erkennbar. Leicht ablesbar ist nur, ob der Ist-Balken den Zielwert überschreitet. Für die Betrachter wäre aber weiterhin wichtig, ob die Überschreitung gut oder schlecht ist und wie groß die Abweichung ist.
  • Farbige Hintergrundflächen lenken den Betrachter von der eigentlichen Hauptinformation ab, nämlich dem Ist-Balken und dem Zielwert. Die Farbflächen sehen immer gleich aus, egal ob das Ziel erreicht wurde oder nicht. Sie stören eher die Wahrnehmung als sie zu unterstützen.
  • Hintergrundflächen verringern den Kontrast zum Ist-Balken und Zielwert. Dadurch sind diese wesentlichen grafischen Elemente im Vordergrund schlechter zu erkennen.
  • Zielbereiche lassen sich schwer darstellen. In der Praxis gibt es nicht nur feste Zielwerte (Einzelwerte) für Schlüssel-Kennzahlen sondern oft auch Zielbereiche. Bei diesen Kennzahlen (KPI) gilt das Ziel als erreicht, solange der Ist-Wert zwischen Unter- und Obergrenze des Zielbereichs liegt.

So nutzen Sie die Idee der Bullet Graphs in Dashboards optimal

Für den Einsatz in Dashboards verwenden wir eine speziell optimierte Form von Bullet Graphs (Abb.3), welche die genannten Nachteile vermeidet und zusätzliche visuelle Features mitbringt.

Abb.3: Dashboard mit Bullet Graphs von chartisan empfohlen

  • Die vereinfachte Darstellung ohne unnötige Hintergrundflächen erlaubt einen schnellen Überblick.
  • Es werden Zielwerte (Einzelwerte) oder Zielwertbereiche (Unter-/Obergrenze) abgebildet.
  • Abweichungen werden farbig hervorgehoben: positiv (erwünscht) = grün, negativ (unerwünscht) = rot. Das Ausmaß der Abweichung ist visuell einfach erfassbar. Betrachter erkennen sofort, wo „viel“ rot oder grün aufleuchtet.
  • Die Wertebeschriftung ist platzsparend und übersichtlich in Tabellenspalten untergebracht.
  • Diese optimierte Grafikform nutzt die Stärken der ursprünglichen Bullet Graphs und ergänzt sie um eine visuelle Abweichungsanzeige. Der Detailgrad wurde so weit wie möglich reduziert, wodurch diese optimierten Bullet Graphs ideal für Listen von Kennzahlen geeignet sind.

Das gezeigte Beispiel haben wir übrigens mit einigen Tricks in Excel umgesetzt und automatisiert. Wie so oft war hier die Idee entscheidend, nicht das Tool. In diesem Sinne konnten wir Sie hoffentlich inspirieren. Sollten Sie weitere gute Ideen für Ihr Reporting suchen, kontaktieren Sie uns!

 

Management 4.0 benötigt spezialisierte Dienstleister

Pressemitteilung – Das neuartige Angebot der chartisan GmbH, Datenvisualisierung als externe Dienstleistung individuell angepasst zu nutzen, erhält in Entscheiderkreisen breite Zustimmung und ist ein positives Beispiel wie Management 4.0 aussehen kann.

Eine Industrie-Revolution ist im Gange. Das Kürzel 4.0 ergänzt derzeit ganze Branchen und Funktionsbereiche. Man kann diskutieren, ob es bereits eine Revolution ist oder vor allem ein herbeigeredeter Hype. Die Auswirkungen auf das Informationsmanagement, auf unternehmerische Entscheidungen sind bereits real.

In der Praxis ist das Informationsmanagement mit Erwartungen überhäuft

Es ist mittlerweile fest im unternehmerischen Denken verankert, dass derjenige vorn dabei ist, der viele Daten aus unterschiedlichsten Quellen smart auswerten und seine Wertschöpfungsketten effizient anpassen kann. Gleichzeitig erleben wir alle als Konsumenten positive Effekte durch schnell zur Verfügung stehende Informationen. In den Unternehmen führt dies zu gestiegenen Ansprüche und Erwartungen an den Erkenntnisgewinn im Controlling bzw. Reporting.

In der Vision von Industrie 4.0 wird die Vernetzung von Maschinen untereinander und mit dem Menschen noch wesentlich komplexer. Es wird darum gehen noch mehr Informationen miteinander zu teilen, Prozesse schneller anzupassen und zu verändern. Diese Aussicht wird den jetzt schon vorhandenen Erwartungsdruck an das Reporting weiter verschärfen.

Man konzentriert sich auf die technologischen Anforderungen

Derzeit konzentrieren sich viele Unternehmen auf die Erschließung von Datenquellen, die Datenaufbereitung und Analyse dieser komplexen Datenmengen. Hierzu stehen den Firmen immer mehr Tools zur Verfügung. Das Angebot an Tools ist mittlerweile so groß, dass auch die Auswahl geeigneter Werkzeug nicht ohne größere Aufwände erfolgen kann. In der Regel sind darüber hinaus Anpassungen der Tools erforderlich, damit sie im jeweiligen Unternehmen wirklich Vorteile bringen. Dies erfordert die Entwicklung spezialisierter Skills im technischen Bereich.

Gleichzeitig sind die Technologien „nur“ entscheidungsunterstützend. Die Steuerung sich schnell ändernder Wertschöpfungsketten, die Zusammenarbeit in wechselnden Unternehmensnetzwerken, fordern eine deutlich gestiegene Anzahl an Entscheidungen. Die Fähigkeit aus einer Vielzahl von Daten in sehr kurzer Zeit entscheidungsrelevante Informationen zu generieren, entwickelt sich so zwangsläufig zu einer Kernkompetenz des Managements.

Das Management nutzt zukünftig deutlich mehr spezialisierte Dienstleistungen

Es ist absehbar, dass dieses Pensum nur durch eine Konzentration auf die Kernaufgaben zu leisten ist. Verantwortliche Entscheider nutzen immer mehr das Know-how verschiedenster Spezialisten, die Zuarbeiten liefern. chartisan (www.chartisan.com) ist einer dieser spezialisierten Dienstleister mit ausgewiesener Expertise für die Visualisierung von Management Informationen.

Die besten Analysen können ihre Wirkung nicht entfalten, wenn im letzten Schritt – bei der Darstellung – Unklarheiten entstehen oder Entscheidendes unsichtbar bleibt. Die richtige visuelle Kommunikation unternehmensrelevanter Zahlen erfordert methodische und technische Skills, die in den Unternehmen häufig nicht in ausreichendem Maße oder der gewünschten Qualität zur Verfügung stehen. Unterschiedliche Reporting-Projekte des chartisan-Teams in großen und mittleren Unternehmen der DACH-Region bestätigen, dass die entscheidungsrelevante Visualisierung von Management Informationen immer weniger zu den Kernaufgaben von Entscheidern zählt.

 

Zusammengefasst heißt das: Hohe Anforderungen an den Erkenntnisgewinn aus Geschäftsdaten in schneller agierenden Unternehmen verlangen von Managern eine Konzentration auf die Kernaufgaben. Dadurch eröffnen sich für hochspezialisierte Dienstleister neue Perspektive, wie die chartisan GmbH – als Dienstleister für die Visualisierung von Management-Daten – anhand erfolgreicher Projekte in der DACH-Region bestätigt.