Informationen, Wissenswertes und Neues aus dem Unternehmen

Es muss mehr getan sein…

2016-Zitate Tun

Liebe Blogleser,

unsere Beiträge haben sich in den vergangenen Wochen rar gemacht. Es fehlten uns nicht die Themen und die Lust am Bloggen. Vielmehr haben unsere Tage nicht mehr Stunden bekommen und wir haben uns im Sinne unserer Kunden und Projekte entschieden, dass am Ende „mehr getan als gesagt“ sein muss.
Nichtsdestotrotz werden wir demnächst wieder in gewohnter regelmäßiger Manier neue Themen bloggen und freuen uns weiterhin über Ihr wohlwollendes Mitlesen.

Herzlichst, Ihre Silja Wolff

 

Konferenz-Woche

Mit der Teilnahme an zwei Konferenzen hat der fachliche Austausch in der vergangenen Woche viel Platz in unserem Arbeitskalender gefunden.

Am 02. und 03.06.2016 fand in Hamburg die „Konferenz: Datenanalyse im Prüfungswesen“ statt. Mit seinem Vortrag „Erfolgreich visualisieren trotz Excel und BI-Tool“ konnte Markus Wolff zu einigen Aha-Momenten und neuen Überlegungen bei den Zuhörer beitragen. Der anschließende Austausch bestätigte diesen positiven Eindruck.

Eine Nachlese zu Inhalt und Referenten finden Sie hier:
https://www.ibs-schreiber.de/akademie/fachkonferenzen/datenanalyse-im-pruefungswesen/

 

 

Direkt im Anschluss ging es weiter nach Warschau, zur „IBCS Annual Conference 2016“.
Das jährliche „Klassentreffen der IBCS-Profis“ war wieder eine gelungene Veranstaltung. Detailreiche Vorträge und Erfahrungsberichte gaben einen guten Überblick zur derzeitigen Entwicklung und praktischen Anwendung des IBCS (International Business Communication Standards).

Während es in den vergangenen Konferenzen hauptsächlich um die grafische und technische Umsetzung der Visualisierungsregeln ging, lag der Schwerpunkt in diesem Jahr auf den Punkten Struktur und Organisation des Prozesses.

Einige Redesign-Projekte laufen jetzt seit fünf, sechs Jahren und lassen so eine gute Reflektion zu. Aus den Praxisberichten ging deutlich hervor, dass die nachhaltige Anwendung der IBCS-Regeln dann erfolgreich gelingt, wenn bereits viel Konzentration und Augenmerk in die zukünftige Struktur des Reportings gesteckt wird. Spannende Veränderungen für die Gesamtorganisation sind dabei nicht ausgeschlossen. In vielen Projekten waren diese, nach dem Augen-öffnen für die individuellen Herausforderungen, sogar gewünscht. Es bleibt also spannend im Thema weiten Feld des IBCS.

Weitere Informationen zur Tagung finden Sie hier: http://www.ibcs-a.org/association/172

 

Happy Reporting.

 

Gehören Design Thinking und Datenvisualisierung zusammen?

Ein innerer Dialog in mehreren Teilen, der begann als ein potentieller Kunde anrief und sein Anliegen so formulierte: „Wir wünschen uns einen Workshop über den Einsatz verschiedener Design Thinking Ansätze bei der Präsentation von Unternehmensdaten.“

A: Ist das nicht Elefanten auf Mücken werfen? Design Thinking und Datenvisualisierung, stimmt die Relation?

B: Kommt drauf an, z.B. wie man Design Thinking definiert und aus welcher Perspektive man Datenvisualisierung betrachtet. Nimmt man Design Thinking als einen Innovationsprozess, der den Kunden und seine Bedürfnisse in den Fokus rückt und die visualisierten Reports als Produkt bzw. Dienstleistung für einen (internen) Kunden sieht, gibt es zumindest schon mal eine Schnittfläche.

A: Ist für einen erfolgreichen Einsatz der Methode nicht mehr nötig als nur das Durchlaufen der Schritte?

B: Ja. Konsequent gedacht, hinterfragt man die vorhandene Kultur. Grundsätzlich braucht es die Bereitschaft zum Neudenken und eine nur grob planbare Verfügbarkeit verschiedenster Ressourcen. Neben dem täglichen operativen Geschäft wird es nicht gut gehen.

A: Vielleicht doch Konzentration auf das Nötige und nicht der große, „gerade vom Zeitgeist gebeutelte“ Design Thinking Ansatz für ein paar Seiten Bericht?

B: Zumindest in der Theorie lässt sich der Prozess kurz formulieren: Design Thinking ist ein offen und interdisziplinär gestalteter Iterationsprozess, der sich in fünf grobe Schritte gliedern lässt:

  1. tief in das Thema eintauchen, beobachten wie sich Nutzer verhalten, in die Rolle des Kunden schlüpfen und spüren, wie es einem mit der Dienstleistung, dem Produkt ergeht
  2. es wurde in Schritt 1 so viel Wissen gesammelt (auch zwischen den Zeilen), dass es möglich ist, das Problem konkret zu benennen und sich darauf zu fokussieren
  3. jetzt mit Kreativität zur Lösungsfindung durchstarten – alles darf gedacht werden, was hilft die Hürde zu nehmen
  4. mit einfachen Mitteln einen Prototypen erstellen
  5. diesen Prototypen am Kunden testen, Feedback einholen und bei Änderungswünschen genau hinhören… nein – nicht verkaufen, den je nach Lernergebnis können, dürfen, müssen Schritte wiederholt werden.

A: Die Prozess-Sicht verengt aber die Perspektive auf das, was möglich wäre.

B: Das ist richtig. Doch die Eingangsbitte dreht sich ja um den Einsatz von Design Thinking bei der Präsentation von Unternehmensdaten.

A: Die Bitte führt dazu, dass es nicht um das „Wie“ der Präsentation geht sondern um das „Was“, um den Inhalt. Zur Inhaltsbestimmung von Reports, zur Beantwortung von Fragen nach Entwicklungen, die vielleicht übersehen wurden oder der Qualität von Beobachtungsrastern, der Kundenperspektive in vorhandenen Kennzahlensystemen lässt sich die Methode gut nutzen.

B: Doch ehrlich, wie viele Controller und Entscheider kenne ich in der Praxis, die noch freie Kapazitäten für solch aufwändigen Prozess haben?

A: Also bleibt alles wie immer? Das kann es ja auch nicht sein…

B: In der Praxis läuft es doch so, wenn sich Organisationen für Design Thinking in umfassender Form zur Entwicklung, Verbesserung von Dienstleistungen und Produkten für externe Kunden entscheiden, dann ändert sich fast zwangsläufig auch das Reporting. Und in kleiner, fein abgestimmter Form wird die Methode genutzt für das Design oder Re-Design von Berichten, als praktikabler Weg zwischen Möglichem und Nötigem…






Interessierte können hier weiterlesen und mehr erfahren:

Informativer Blog zum Thema Design Thinking, der viele Einblicke und wissenswerte Erfahrungen vermittelt: http://www.designthinkingblog.com/

Alle, die sich zum Thema austauschen möchten, sind hier richtig: http://www.designthinkingnetwork.com/

Erneut zertifiziert als „HICHERT®IBCS Certified Consultant“

In der konzeptionellen und visuellen Geschäftskommunikation ist das HICHERT®SUCCESS Konzept von Prof. Dr. Hichert wegweisend. Rolf Hichert übertrug wesentliche Teile des von ihm entwickelten Regelwerks 2013  auf den neu gegründeten Verein International Business Communication Standards (IBCS) Association. Er ist heute Präsident der IBCS Association.

In seinem Sinne verbreitet und entwickelt die IBCS Association das Regelwerk weiter. In den letzten Tagen hat die IBCS die jährliche Rezertifizierung der  „HICHERT®IBCS Certified Consultants“ für 2016 durchgeführt. Neben anderen hat auch Markus Wolff, HCC seit 2010, erfolgreich teilgenommen.

 

Herzlichen Glückwunsch allen rezertifizierten HICHERT®IBCS Certified Consultants!

 

HICHERT®IBCS Certified Consultants (HCC) sind Berater mit mehrjährigen praktischen Erfahrungen in Controlling- oder Business Intelligence-Projekten. Sie haben erfolgreich an einer Ausbildung zu den HICHERT®SUCCESS-Regeln und zu den IBCS-Standards bei HICHERT+FAISST (vormals HICHERT+PARTNER) teilgenommen und müssen sich jährlich rezertifizieren lassen.

 

 

Für alle interessierten Leser, die mehr zum Thema wissen wollen, hier ein wenig Hintergrundwissen (siehe auch www.hichert.com):

„Das von der HICHERT+PARTNER AG in den letzten Jahren entwickelte und bereits in vielen Unternehmen angewendete SUCCESS-Konzept besteht aus einem Regelwerk für die einheitliche Gestaltung von Berichten und Präsentationen, das in der Formulierung eines International Business Communication Standards (IBCS) mündete.

SUCCESS und IBCS beschränken sich nicht auf einzelne isolierte Maßnahmen, sondern definieren Erfolgskriterien in Form eines schlüssigen und vollständigen Regelwerks – entsprechend anspruchsvoll ist die Vermittlung der Inhalte und ihre erfolgreiche praktische Anwendung. Die Befolgung der SUCCESS-Regeln und die Nutzung der IBCS-Standards trägt zu einer Verbesserung der geschäftlichen Kommunikation, vor allem bei Berichten und Präsentationen bei.“ 

Den Stand aller aktuell zertifizierten HCCs finden Sie unter hcc.hichert.com.

Geburtstag im Spannungsfeld Datenvisualisierung

Seit zwei Jahren agiert chartisan jetzt als Dienstleister für  Datenvisualisierung in einem Nischenmarkt. Was ist aus der Idee geworden Visualisierungen als nutzerorientierte Dienstleistung anzubieten?

 

Die kurze, gute Antwort: Die Idee hinter chartisan hat sich bewährt. In den nächsten Wochen ziehen wir in größere Büroräumlichkeiten und verstärken weiterhin das Team. Worüber ich mich selbstverständlich sehr freue.

 

Etwas ausführlicher heißt das: Zwischen den Eckpfeilern Inhalt – Tools – Design eröffnet sich das weite Feld der Datenvisualisierung und Reporting Lösung. Von den einzelnen Pfeilern leben ganze Heerscharen von Beratern, Softwareentwicklern, BI-Anbietern und Kommunikationsexperten. Wie wild muss man sein, um sich – so wie chartisan – zwischen alle Stühle zu setzen? Die Antwort liegt in unserem beruflichen Werdegang und in unserem Verständnis unserer Zielgruppe. Entscheider und Berichtsersteller in den Unternehmen, egal in welcher Branche, sitzen ebenfalls tagtäglich zwischen den Stühlen und dürfen sich in diesem Spannungsfeld bewähren.

 

Die Berechtigung vorkonfektionierter Reporting Lösungen und eng gesteckter CI-Gestaltungsvorgaben stelle ich nicht in Frage. Es ist sogar eine unserer Pflichtaufgaben unterschiedliche Kommunikationskonzepte, verschiedene Softwaretools im Detail zu kennen und unsere betriebswirtschaftlichen Kenntnisse beständig auf den neuesten Stand zu bringen.

 

Das Ziel von chartisan ist es, punkt- und passgenaue individuelle Lösungen im Reporting zu finden.

 

Egal, ob unsere Kunden ein Berichts Re-Design wünschen, Report-Prototypen oder eine unternehmensspezifische Automatisierung vorhandener Reports. Und damit landen wir dann auch nicht mehr zwischen den Stühlen, sondern sind in den vergangenen zwei Jahren für viele Unternehmen zu einem verlässlichen externen Dienstleister geworden, der Reporting Prozesse umfassend begleiten kann.

 

Es waren tolle zwei Jahre – wir freuen uns auf eine spannende Zukunft, gemeinsam mit Ihnen.

 

In diesem Sinne „Happy Reporting“,
Ihre Silja Wolff

 

 

Mehr inhaltliches Gemecker für 2016

Zurückgekehrt an den Schreibtisch nach ein paar ruhigeren Tagen ertappe ich mich dabei, einen gelungenen Einstieg in das Arbeitsjahr 2016 zu suchen. Dazu schalte ich kurz zurück, zu einem meiner Highlights 2015:

In diesem Projekt konzentrierten wir uns auf die Visualisierung von Daten. Es ging um ein Re-Design eines gesamten Fachbereich-Reportings. Zwangsläufig taucht man dabei tief in die Unternehmenswelt des Auftraggebers ein. Man hinterfragt, analysiert und priorisiert. Und am Ende stand die Ergebnispräsentation durch unsere Ansprechpartner vor deren Vorstand. Ich ertappte mich öfter an diesem Tag dabei, neugierig auf das Feedback zu warten. Gemeinsam hatten wir schließlich kaum einen Stein auf dem anderen gelassen.

Da klingelt das Telefon. Innerhalb kürzester Zeit befinde ich mich in einer inhaltlichen, einzelne Kennzahlen betreffenden Detaildiskussion. Hm, ich hätte schon gern auch Feedback zu unserer Arbeit ;o). Kurz vor Ende des Gesprächs frage ich dann: „Und die Visualisierungen?“ „Was ist damit?“ „Na, hatte der Vorstand Fragen oder Erklärungsbedarf zu dem neuen Design?“ „Ähm, nein – kurze Pause – wir konnten sofort inhaltlich diskutieren. Das war ungewohnt, aber toll.“
Als ich auflege, habe ich ein ganz breites Lächeln im Gesicht.

Das macht gute Visualisierung aus – sie ist unsichtbar und lässt eine Konzentration auf die Inhalte zu.

So, da ist er mein Einstieg in das Arbeitsjahr 2016: Her mit den inhaltlichen Diskussionen, die wir auch sehr gern haben, und den guten, „unsichtbaren“ Visualisierungen. Ich wünsche Ihnen in diesem Sinne „Happy Reporting“!

 

Neue Seminarmodule 2016

Lernen Sie in 3, vollständig überarbeiteten, Modulen hochwertige Visualisierungen für Berichte und Präsentationen in Excel selbst zu erzeugen. Die Seminarinhalte basieren auf HICHERT®SUCCESS und den bekannten IBCS®Standards.

Dashboards, die unterschiedliche Diagrammtypen und Perspektiven vereinen, sind in vielen Unternehmen gewünschter Kommunikationsstandard. Das HICHERT®SUCCESS Konzept hat sich als theoretische Grundlage der visuellen Kommunikation vielfach bewährt. Den Brückenschlag zwischen der Theorie und der Praxis schaffen jetzt die neuen, vollständig überarbeiteten, Seminarmodule zum Thema „Anspruchsvolle Visualisierungen für Berichte und Präsentationen“ der HICHERT+FAISST GmbH.

Die Seminarreihe richtet sich an alle Führungs- und Fachkräfte, die Visualisierungen von Geschäftsdaten in Berichten und Präsentationen einsetzen. Dazu zählen unter anderem Controlling-, Finanz- und Vertriebsprofis, Marketing-Spezialisten, Projektmanager, Unternehmensberater und Mitarbeiter in Stabsstellen, die Informationen für das Management aufbereiten.

In 3 Modulen lernen die Teilnehmer den gesamten Weg anspruchsvoller Informationsvisualisierung und können so zukünftig effizient entscheidungsrelevante Informationen in hochverdichteter Form präsentieren. Die einzelnen Arbeitsschritte werden anhand vorbereiteter Schulungsbeispiele und Übungsaufgaben trainiert. Dadurch können die Teilnehmer alle Methoden problemlos nachvollziehen und auch nach dem Seminar selbstständig auffrischen. Der modulare Seminaraufbau berücksichtigt die persönliche Ausgangssituation der Teilnehmer. Die Module können einzeln als auch aufbauend gebucht werden und bieten jedem so einen passgenauen Lehrpfad.

Konzipiert wurden die Seminarmodule von Markus Wolff, der seit 2007 bereits mehr als 370 Workshops für Controller und Manager durchgeführt hat. Er ist zudem Hichert Certified Consultant (HCC) und Geschäftsführer der chartisan GmbH.

 

Die Vorteile dieses neuen Angebotes auf einen Blick:

  • Führende Design- und Umsetzungsmethoden leicht verständlich aufbereitet
  • Schneller zum Ziel mit vielen Tipps und Best-Practices
  • Realisieren Sie „eigentlich unmögliche“ Diagrammwünsche in Excel
  • Persönliches Erfolgserlebnis durch Musterlösungen mit Zwischenschritten und intensiver Trainerbegleitung

 

Das Seminar wird in Zusammenarbeit mit der Vereon AG und mit freundlicher Unterstützung der HICHERT+FAISST GmbH durchgeführt. Weitere Informationen und Termine finden Sie hier www.chartisan.com/Seminare.

Visualisierung in der BWL-Lehre

Pressemitteilung – Markus Wolff, Geschäftsführer der chartisan GmbH, übernimmt Tätigkeit als Gastdozent an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Als Experte für Informationsvisualisierung vermittelt er, neben theoretischen Konzepten, praktisches Wissens aus dem Reporting-Alltag.

Für die Datenaufbereitung und Analyse stehen beständig mehr Softwaretools in den Unternehmen zur Verfügung. Gute Ergebnisse liefern diese Tools allerdings nur, wenn sie von kompetenten Mitarbeitern genutzt werden. Diese schnelle technische Entwicklung geht einher mit gestiegenen Ansprüchen und Erwartungen an den Erkenntnisgewinn im Controlling bzw. Reporting. Hohe Anforderungen an technische und analytische Fähigkeiten sind wichtig. Die Visualisierung von Informationen als Bestandteil des Reportings wird leider noch oft vernachlässigt. Die besten Analysen können ihre Wirkung nicht entfalten, wenn im letzten Schritt – bei der Präsentation – Unklarheiten entstehen oder Entscheidendes unsichtbar bleibt.

Für die Visualisierung von Geschäftszahlen haben Experten wie Stephen Few, Edward Tufte, Prof. Rolf Hichert und andere hervorragende Methoden entwickelt. Vor allem im deutschsprachigen und europäischen Raum sind die Prinzipien von Hichert Success führend. Die Umsetzung dieser Prinzipien ist in der Praxis alles andere als trivial. Einige Hochschulen in Deutschland reagieren sensibel auf diese Entwicklung und bieten ihren Studenten Lehrveranstaltungen und Seminare zum Thema Informationsvisualisierung.

Neben regelmäßigen Gastvorträgen an der Hochschule Pforzheim wird Markus Wolff ab Januar 2016 als Gastdozent im Bereich BWL an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg tätig sein. Herr Wolff ist Gründer und Geschäftsführer der chartisan GmbH. Sein Fachgebiet ist die Datenvisualisierung und Datenanalyse im wirtschaftlichen Kontext. Als Berater und Umsetzer arbeitet er europaweit für Unternehmen und Organisationen der unterschiedlichsten Branchen.

Er ist einer der erfahrensten von HICHERT+PARTNER zertifizierten Berater (HCC). Neben seiner Tätigkeit für chartisan arbeitet er seit mehr als acht Jahren als Trainer in Fachseminaren für HICHERT+PARTNER und für die Controller Akademie. In dieser Zeit hat er über 150 erfolgreiche Seminare und Workshops für Controller und Manager zum Thema Information Design geleitet.

Darüber hinaus veröffentlicht er Fachartikel, hält regelmäßig Vorträge und kooperiert eng mit anderen Wegbereitern des Management Information Designs, unter anderem im Rahmen der IBCS-Association. Vor seiner heutigen Spezialisierung studierte er Betriebswirtschaft an der FH Eberswalde sowie an der Donau-Universität Krems und arbeitete als Konzerncontroller bei der Saubermacher AG in Graz.

Bullet Graphs: 5 Nachteile die Sie vermeiden können

Was sind Bullet Graphs und wo werden sie eingesetzt?

Kennzahlenübersichten in Dashboards werden durch Visualisierung leichter verständlich. Die Umsetzung ist jedoch schwierig, weil Standarddiagramme für diese Aufgabe ungeeignet sind. Bullet Graphs, eine Sonderform der Balkendiagramme, wurden von Stephen Few speziell für Dashboards entwickelt. Sie sind grundsätzlich sehr gut für diesen Zweck geeignet, besitzen aber in Ihrer bekannten Form (siehe Abb.1 und Abb.2) einige Nachteile, die wir in unseren Projekten durch eine abgewandelte, optimierte Form der Visualisierung gelöst haben.

Abb.1: Die Bestandteile eines Bullet Graphs, wie er regelmäßig in Dashboards eingesetzt wird

  • Bullet Graphs sind eine besondere Form von Balkendiagrammen.
  • Sie vergleichen eine dargestellte Kennzahl mit einem Zielwert.
  • Außerdem werden durch Hintergrundfarben zusätzliche qualitative Informationen zugeordnet.
  • Bullet Graphs werden häufig in Dashboards verwendet. Sie ersetzen platzsparend die Tachometer.
  • Bullet Graphs können horizontal oder vertikal ausgerichtet sein.

Abb.2: Dashboards mit Bullet Graphs, wie sie häufig empfohlen und eingesetzt werden

5 Nachteile dieser Bullet Graph Darstellung

  • Die Grafiken werden schnell unübersichtlich, weil viele Detailinformationen gezeigt werden, die nicht unbedingt nötig und teilweise gar nicht verfügbar sind, z. B. die qualitative Aussage „schlecht, mittel, gut“. Dieser Nachteil tritt vor allem auf, wenn viele Bullet Graphs auf einer Seite stehen (Liste von Kennzahlen).
  • Abweichungen vom Ziel sind nicht visualisiert und daher schwer erkennbar. Leicht ablesbar ist nur, ob der Ist-Balken den Zielwert überschreitet. Für die Betrachter wäre aber weiterhin wichtig, ob die Überschreitung gut oder schlecht ist und wie groß die Abweichung ist.
  • Farbige Hintergrundflächen lenken den Betrachter von der eigentlichen Hauptinformation ab, nämlich dem Ist-Balken und dem Zielwert. Die Farbflächen sehen immer gleich aus, egal ob das Ziel erreicht wurde oder nicht. Sie stören eher die Wahrnehmung als sie zu unterstützen.
  • Hintergrundflächen verringern den Kontrast zum Ist-Balken und Zielwert. Dadurch sind diese wesentlichen grafischen Elemente im Vordergrund schlechter zu erkennen.
  • Zielbereiche lassen sich schwer darstellen. In der Praxis gibt es nicht nur feste Zielwerte (Einzelwerte) für Schlüssel-Kennzahlen sondern oft auch Zielbereiche. Bei diesen Kennzahlen (KPI) gilt das Ziel als erreicht, solange der Ist-Wert zwischen Unter- und Obergrenze des Zielbereichs liegt.

So nutzen Sie die Idee der Bullet Graphs in Dashboards optimal

Für den Einsatz in Dashboards verwenden wir eine speziell optimierte Form von Bullet Graphs (Abb.3), welche die genannten Nachteile vermeidet und zusätzliche visuelle Features mitbringt.

Abb.3: Dashboard mit Bullet Graphs von chartisan empfohlen

  • Die vereinfachte Darstellung ohne unnötige Hintergrundflächen erlaubt einen schnellen Überblick.
  • Es werden Zielwerte (Einzelwerte) oder Zielwertbereiche (Unter-/Obergrenze) abgebildet.
  • Abweichungen werden farbig hervorgehoben: positiv (erwünscht) = grün, negativ (unerwünscht) = rot. Das Ausmaß der Abweichung ist visuell einfach erfassbar. Betrachter erkennen sofort, wo „viel“ rot oder grün aufleuchtet.
  • Die Wertebeschriftung ist platzsparend und übersichtlich in Tabellenspalten untergebracht.
  • Diese optimierte Grafikform nutzt die Stärken der ursprünglichen Bullet Graphs und ergänzt sie um eine visuelle Abweichungsanzeige. Der Detailgrad wurde so weit wie möglich reduziert, wodurch diese optimierten Bullet Graphs ideal für Listen von Kennzahlen geeignet sind.

Das gezeigte Beispiel haben wir übrigens mit einigen Tricks in Excel umgesetzt und automatisiert. Wie so oft war hier die Idee entscheidend, nicht das Tool. In diesem Sinne konnten wir Sie hoffentlich inspirieren. Sollten Sie weitere gute Ideen für Ihr Reporting suchen, kontaktieren Sie uns!

 

40. Congress der Controller

Am 20. und 21.04.2015 fand der 40. Congress der Controller in München statt. Wir waren dabei und sagen „Danke“ für eine tolle Veranstaltung.
Weitere Informationen und die Ankündigung für den Congress im kommenden Jahr finden Sie unter www.controllerverein.de .